Sichere Arbeitsplätze durch den Ausbau der Bestandsstrecke?

NWZ 04.04.2017 S. 31 Wirtschaft unterstützt Bahn-Ausbau durch die Stadt  – Stellungnahme der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), der Handwerkskammer Oldenburg (HWK), des Arbeitgeberverbandes Oldenburg e.V. (AGV) und des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade e.V. (AWV) – „Ertüchtigung und Elektrifizierung der Strecke sichern Arbeitsplätze und stärken die Wirtschaftskraft der gesamten Region“. .Auch wir hoffen, dass der Umschlag im Jade-Weser-Port weiter wächst und  ein „effizienter und umweltschonender Hinterlandtransport“ erfolgt. Nur ist aus unserer Sicht der Hinterlandtransport über eine Oldenburg umfahrende Verlegung der Bahnstrecke effizienter, mensch- und umweltschonender, schneller und sicherer. Welche Arbeitsplätze durch den Ausbau der Bestandsstrecke und die durchfahrenden Güterzüge sicherer werden, sagen die Wirtschaftsvertreter nicht. Stattdessen drohen sie den Oldenburger Ratsfraktionen, sie würden die Verantwortung dafür tragen, dass künftig zusätzlicher Güterverkehr ohne Verbesserungen an der Stadtstrecke durch Oldenburg“ rolle. Immerhin wird das Problem der höhengleichen Bahnübergänge angesprochen, was wegen der Haltung der Stadt so nicht zu lösen sei. Wie will denn die Wirtschaft das Problem lösen? Den Drittelanteil der Stadt an den Kosten übernehmen? Natürlich ist eine Verlagerung von Güterverkehr auf die Straße sehr wahrscheinlich, Dafür wird die Huntebrücke ja demnächst neu gebaut, um den zukünftigen prognostizierten Belastungen durch den LKW-Verkehr Rechnung zu tragen. .

Die Industrie- und Handelskammer vertritt auch den Handel in Oldenburg, der Arbeitgeberverband Oldenburg die Arbeitgeber in Oldenburg, die Handwerkskammer das Handwerk in Oldenburg.  Innerstädtische.Verkehrsstörungen während der Bauzeit, vermehrte Schrankenschließungen aufgrund prognostizierter und für die Wirtschaftsvertreter erwünschter größerer Zugmengen werden die Oldenburger Arbeitgeber, den Handel sowie das Handwerk noch erheblich beeinträchtigen. Siehe auch noch nicht abgedruckte  Leserbriefe (externer Link).

2 Kommentare

  1. Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen mit der Frage, wer es denn bezahlen soll – die Wirtschaftsbosse sind nur bereit ihre Taschen zu öffnen, wenn da etwas hineingestopft werden soll.
    Im vorliegenden Fall bin ich mal sehr gespannt wie die ehrenwerte Gesellschaft reagiert, wenn nur noch kranke oder übermüdete Arbeitnehmer die erwarteten Gewinne schmälern und das hohe Töchterchen zum 18. Geburtstag statt Malediven nur noch Mallirca bekommt…

    Beste Grüße,
    Hartmut Rocker

  2. Ich kann nicht glauben, dass diese unmenschlichen ( Schutzgut Nr.1 ist schließlich der Mensch!!) Gedanken und Bestrebungen wirklich aus „der Wirtschaft“ und „dem Handwerk“ kommt, oder nur von den „Kammer-Büro-Hockern“. Sehr wohl sind mir Handwerksbetriebe uns Industrie-Unternehmer bekannt, die längst die Vorzeichen einer künftigen Stadtzerstörung erkannt haben, sich fleißig an Einwendungen gegen die Pläne der DB beteiligen und (hinter vorgehaltener Hand) gegen ihre eigene Organisation wettern. So sieht die Wirklichkeit aus – wegen der „Zwangsmitgliedschaft“????

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